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Unaussprechlichen-kulten

Inhalt Bearbeiten

Unaussprechliche Kulte wird wegen seines okkulten Inhalts auch das "Schwarze Buch" genannt. Das Werk enthält Hinweise auf eine mysteriöse Stadt in der Einöde, die sich vielleicht auf Kadath in der kalten Wüste beziehen.

Außerdem beschreibt von Junzt den Kult des Königs Bran Mac Morn, der unter den Pikten Schottlands noch immer existiere und bis in das Neolithikum zurückgehe. Diese Pikten, ein Volk mediterraner Abstammung ("klein, dunkel, und knoblauchessend") haben nach von Junzt Ackerbau und Viehzucht nach England gebracht. Jeder Gläubige dieses Kultes unternimmt einmal im Leben eine Pilgerfahrt zu der verborgenen Statue von Bran, in der Hoffnung, dass diese eines Tages zum Leben erwache und ein neues Reich begründe. Von Junzts Theorie der Neolithisierung der britischen Inseln stützt sich offensichtlich auf die Thesen von Gabriel de Mortillet (La Formation de la nation française, Paris 1897) und können heute als überholt gelten.

Von Junzt beschreibt auch den Tempel der Kröte in Honduras, der von einem ausgestorbenen präkolumbischen Volk erbaut worden sei und 1793 durch den spanischen Entdecker Juan Gonzalles besucht wurde. Dieser Tempel wurde durch den englischen Mittelamerika-Forscher Tussman aus Sussex in den 1920er oder 1930er Jahren wiederentdeckt, kurz vor seinem gewaltsamen Tode.

Geschichte Bearbeiten

Die seltene erste Auflage der Unaussprechlichen Kulte erschien 1839 in Düsseldorf. Viele Exemplare der Erstausgabe wurden von erschrockenen Lesern jedoch den Flammen übergeben. 1844 kam unter dem Titel Nameless Cults eine englische Ausgabe heraus, die wegen der schlechten Übersetzung, zahlreicher Irrtümer und Druckfehler sowie der vulgären Illustration mit grotesken Holzschnitten keinen guten Ruf genießt. Die aufwändig gestaltete Ausgabe der Golden Goblin Press (New York, 1909) wurde um ein Viertel gekürzt und war als Volksausgabe gedacht. Sie enthält zahlreiche Illustrationen von Diego Vasquez. Ihr hoher Preis verhinderte jedoch eine weite Verbreitung.

Der Autor Bearbeiten

Der Dichter und Philosoph Friedrich Wilhelm von Junzt (1795–1840) wird als ein bekannter „Abartiger“ beschrieben, der auf der Suche nach den Resten alter Kulte Europa und Asien durchstreift habe. Von Junzt wurde sechs Monate nach Rückkehr von einer Reise in die Mongolei unter ungeklärten Umständen erwürgt. Der Leichnam wurde in einer verschlossenen und verriegelten Kammer gefunden. Von Junzt war einer der wenigen Menschen, die das Necronomicon im griechischen Original gelesen haben.

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